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 Grundbesitzabgaben

Grundbesitzabgaben werden auf der Grundlage des Grundsteuergesetzes, der jährlich vom Rat der Stadt zu beschließenden Haushaltssatzung sowie den für die verschiedenen Leistungen der Stadt erlassenen Gebührensatzungen erhoben. So erhalten die Grundstückseigentümer bzw. die Erbbauberechtigten zu Beginn eines jeden Jahres einen sog. Abgabenbescheid, mit dem die grundstücksspezifischen Abgaben geltend gemacht werden. Land- und Forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke werden zur Grundsteuer A, alle übrigen Grundstücke zur Grundsteuer B veranlagt.

Straßenreinigungsgebühren werden separat für den Kehrdienst im Sommer sowie den Winterdienst nach dem Frontlängenmaßstab veranlagt.

Natürlich sind vom Grundstückseigentümer auch Entwässerungsgebühren für die schadlose Beseitigung der häuslichen Abwässer zu entrichten. Je nach dem ob das Grundstück über einen Anschluß an die städtische Kanalisation oder eine private Entwässerungsanlage (Grube) verfügt, werden Kanalbenutzungsgebühren oder Gebühren für die Entleerung der privaten Entwasserungsanlage erhoben. Die Entwässerungsgebühren ziehen die Stadtwerke GmbH Radevormwald im Auftrag der Stadt gemeinsam mit dem Wassergeld etc. ein.

Ebenfalls über einen Abgabenbescheid wird die Hundesteuer erhoben. Hier ist allerdings nicht der Grundstückseigentümer sondern der jeweilige Halter (i.d.R. der Haushaltsvorstand) steuerpflichtig.

 

Aktuelle Information zur Grundsteuerreform in Nordrhein-Westfalen für Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngrundstücken
Als Grundstückseigentümerin bzw. Grundstückseigentümer haben Sie im Jahr 2022 eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) bei Ihrem Finanzamt abzugeben.
Bei Fragen erreichen Sie das Finanzamt Wipperfürth unter der extra eingerichteten Grundsteuer-Hotline 02267 870 1959 (Montag-Freitag von 9 bis 18 Uhr) oder im Internet unter www.grundsteuer.nrw.de.

Was Sie zur Feststellung des Grundsteuerwerts wissen müssen:

  • Ab Mai 2022 erhalten Sie ein individuelles Informationsschreiben mit Daten und Informationen, die der Finanzverwaltung verfügbar sind (wie z. B. das Aktenzeichen,
    die Grundstücksfläche und den Bodenrichtwert) und die Sie bei der Erstellung der Feststellungserklärung unterstützen. Diese Daten können Sie nach Prüfung auf
    Vollständigkeit und Richtigkeit in die Feststellungserklärung übertragen.
  • Die Feststellungserklärung ist ab dem 1. Juli bis zum 31. Oktober 2022 im Grundsatz digital bei Ihrem zuständigen Finanzamt abzugeben. Zuständig ist das Finanzamt, in dessen Bezirk Ihr Grundbesitz liegt.
  • Die Abgabe der Feststellungserklärung ist ab dem 1. Juli 2022 über Ihr OnlineFinanzamt ELSTER möglich. Das hierfür notwendige Benutzerkonto können Sie unter www.elster.de beantragen. Falls Sie bereits ein Benutzerkonto, zum Beispiel aufgrund Ihrer Einkommensteuererklärung besitzen, können Sie dieses auch für die
    Übermittlung Ihrer Feststellungserklärung nutzen. Die Feststellungserklärung kann auch über den Zugang von nahen Angehörigen abgegeben werden.
  • Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnen und erheben die Kommunen die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage.
    Ab dem 1. Januar 2025 ist der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Städte und Gemeinden. Somit sind Grundsteuerzahlungen nach neuem Recht ab dem 1. Januar 2025 zu leisten.


Alle Informationen zur Grundsteuerreform sowie die Grundsteuer-Hotline Ihres Finanzamts finden Sie auf der Internetseite der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen:
www.grundsteuer.nrw.de.

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Zuständige Einrichtung

Steueramt
Rathaus
Hohenfuhrstr. 13
42477 Radevormwald
E-Mail: steueramt@radevormwald.de

Letzte Änderung: 08.04.2022 12:32 Uhr